Beiträge

Fehra schlafen - Holz natürlich erleben 1

Fehra Schlafen

Schon immer war für uns naheliegend, die Ressourcen rund um unseren Standort im Waldviertel zu nutzen. Die Fehra (Föhre), der „Waldviertler Urbaum“, hatte früher generell einen hohen Anteil in unserer Tischlerei. Das Holz wurde für Möbel und Innengestaltung, Fensterbau und generell in der Bautischlerei wegen seiner Dauerhaftigkeit verwendet – natürlich auch wegen der guten Verfügbarkeit.

Fehra Feng Shui BettGroßes Augenmerk legten wir schon immer auf die gesundheitsfördernde Gestaltung der Schlafzimmer und Betten. Mit dem Bewusstsein, hier etwas Besonderes für die Erholung und Regeneration jedes Einzelnen zu schaffen, entwickelten wir 1999 ein Bettmodell mit speziellen Holzverbindungen.

Stolz waren wir dann, als wir erstmals mit dem Forschungsinstitut für technische Physik unter der Leitung von Dipl. Ing. Dr. Gottfried Schaffar den Nachweis erbrachten, dass sich Menschen in unserem Bett aus Waldviertler Steinföhre schneller erholen als in herkömmlichen Betten. Mittels einer Elektroakupunkturmessung und Auswertung der Gehirnströme konnte eine signifikante gesundheitsfördernde Wirkung nachgewiesen werden.

Als dann die Zirbenholzstudie veröffentlicht wurde, entwickelte sich in kurzer Zeit ein regelrechter Zirben-Boom, der bis heute anhält. Die Wirkungsweise von Zirbenholz wird nach und nach wieder zum Volkswissen und der Boom um die Zirbe macht es immer schwieriger, qualitativ hochwertiges Zirbenholz zu einem vertretbaren Preis zu finden. Diese Situation war der Auslöser für die Idee, auf unsere Föhre zurückzugreifen. Unserer Meinung nach und aufgrund langjähriger Erfahrung ist die Föhre eine Alternative zur Zirbe.

In Anbetracht der Tatsachen der Zirbenholzstudie veranlassten wir einen Vergleich beider Holzarten und der möglichen Wirkstoffe (beide gehören schließlich derselben Pflanzengattung an). Dr. Erik van Herwijnen und DI Thomas Ters konnten bei ihren wissenschaftlichen Untersuchungen dabei eine hohe Übereinstimmung der jeweiligen Holzinhaltsstoffe feststellen, welche für die mögliche gesundheitsfördernde Wirkung ausschlaggebend sind. Obendrein gibt es nun eine Sammlung etlicher Studien und Literatur, die einen Hinweis darauf gibt, dass die gefundenen Inhaltsstoffe der Kiefer sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken können.

Fehra Schlafen Logo

Jetzt haben wir unserer Leidenschaft „gesunde Betten und Schlafsysteme zu produzieren“ einen Namen gegeben:

FEHRA SCHLAFEN

Darin ist unser geballtes Wissen über natürliche Betten, ergonomisches liegen sowie Erfahrungen über Zusammenhänge von altem Handwerkswissen und ganzheitlicher Konzepte vereint. Das alles fördert im Zusammenspiel eine unvergleichliche Regenerationsmöglichkeit.
Mit diesem Wissen und Nachweisen aus Untersuchungen können wir heute bereits vermehrt Kunden für Möbel aus Kiefernholz (insbesondere Kiefernholzbetten und Schlafzimmermöbel) gewinnen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Website www.fehra-schlafen.at.

 

Fehra-Schlafen auf der Wohnen & Interieur 2018 2

Mostviertel Fernsehen hat über Fehra-Schlafen und unseren neuen Messestand berichtet.

Fehra-Schlafen auf der Wohnen & Interieur 2018 3

Fehra-Schlafen auf der Wohnen & Interieur 2018.
Ein Bericht von Mostviertel Fernsehen.

Sägefrische FEHRAn 4

Besondere Betten und wohltuende Schlafsysteme aus unserem Haus bedürfen auch besonderem Holz.

Wintergeschlägertes FEHRA – Holz [waldviertlerisch für unsere Steinkiefer] wird zur Zeit schonend mit Wasserkraft zu Brettern und Pfosten aufgeschnitten. Ausgesuchtes Holz mit wunderschöner Textur und herrlichem Geruch wird demnächst bei unseren Kunden für ein einzigartiges Wohlgefühl und bessere Regeneration beitragen.

mein wald mein holz: Der Kiefer auf die Sprünge helfen 5

In der Fachzeitschrift für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer (mein wald mein Holz) gab es in der Ausgabe 3/2016 einen Artikel über das FEHRA-Projekt.

mein wald mein holz: Der Kiefer auf die Sprünge helfen 6

Scan der Doppelseite aus der Fachzeitschrift „mein wald mein Holz – 3/2016“

Fehra-Projekt:
Der Kiefer auf die Sprünge helfen!

Die Kiefer ist eine Pionierbaumart, deren Holz keinen besonders guten Ruf hat, aber die an Bedeutung gewinnen soll. Das Projekt „FEHRA“ hat sich zum Ziel gesetzt, neue Anwendungsfelder für Kiefernholz zu finden.

Von Wilhelm TRITSCHER

 

mein wald mein holz: Der Kiefer auf die Sprünge helfen 7

Im Waldviertel spielt die Kiefer (Fehra) in der Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. – Foto: R.Stingl

Was die Kiefer so interessant macht und welche Anwendungsgebiete das sind, erläutern DI Susanne Formanek (ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich) und Dr. Erik van Herwijnen (Wood K plus, Kompetenzzentrum Holz) im Gespräch mit Wilhelm Tritscher.

„mein wald mein holz“: Die Kiefer wird oft als Pionierbaumart und als konkurrenzschwache Baumart bezeichnet. Wel­che Standorte liebt die Kiefer?

Erik van Herwijnen: Fast alle, aber die Kiefer wird leicht von anderen Baumarten verdrängt. Sie wächst daher dort gut, wo andere Bäume es schwer haben. Ihr Lichtbedarf ist schon in der Jugend hoch, daher rührt ihre Konkurrenzschwäche. Gefragt ist die Kiefer als Holzart neben Fichte und Lärche sowie als Baumart nach Kahlschlä­gen, auf Freiflächen oder auf Katastrophenflächen wie z.B. Waldbrandflächen. Daher ihr Ruf als Pionierbaumart.

mein wald mein holz: Der Kiefer auf die Sprünge helfen 8

Rinde und Nadeln der Kiefer. – Foto: Archiv Waldholz

Kiefer und Klimawandel

Wie kommt die Kiefer mit dem Klima­wandel zurecht?

Erik van Herwijnen: Sehr gut, die Kiefer ist ein Tiefwurzler und „schwitzt“ weniger als andere Nadelbäume. Sie ist daher gegen Trockenperioden und Windwurf besser gewappnet.

Ist die Kiefer im Zeitalter des Klimawan­dels eine Alternative zur Fichte?

Erik van Herwijnen: Ja! Die Fichte ist ein Flachwurzler und schwitzt mehr. Die Kie­fer hat besondere Anpassungsmechanismen gegenüber durch Fröste, Trockenheit und Waldbrand hervorgerufene Schädigungen entwickelt.

Unter welchen Voraussetzungen wür­den Sie Waldbesitzern raten, Kiefern zu pflanzen, unter welchen eher nicht?

Erik van  Herwijnen: Wenn die Kiefer in der Naturverjüngung auftritt, sollte man sie fördern und auch weiter anpflanzen! Wenn allerdings die Fichte in der Naturverjüngung dominiert, ist es besser bei der Fichte zu bleiben. Die jungen Kiefern würden so­wieso wieder von naturverjüngenden Fichten verdrängt werden. Bei reinen Kiefernbeständen können die unvollkommen zersetzten Nadeln den Waldboden versauern. In Mischwäldern z.B. mit Eichen oder Buchen ist das kein Problem.

Welche Schädlinge bedrohen die Kiefer?

Erik van Herwijnen: Vorwiegend sind es Schadpilze, z.B. Spaehropsis sapinea, der u.a. das Kieferntriebsterben verursachen kann. Aber auch Nadelfraß verursachende Schädlinge wie z.B. Kiefernspanner, -spinner und -schwärmer können der Kiefer zu­setzen, ebenso wie der Kiefernrindenblasenrost. Er kann insbesondere bei älte­ren Kiefern zum Absterben des Wipfels führen. Ebenfalls durch Pilze hervorgerufen wird die s.g. „Bläue‘,‘ die aber in der Regel erst nach der Fällung auftritt, für die die Kiefer (ebenfalls durch Spaehropsis sapinea verursacht) aber besonders anfällig ist. Die Pilze schädigen das Holz aber NICHT mechanisch, die Blaufärbung stellt aber dennoch eine Wertminderung dar.

mein wald mein holz: Der Kiefer auf die Sprünge helfen 9

Im Wettstreit mit anderen Baumarten unterliegt die Fehra (Föhre) meist – ganz besonders auf guten Standorten. – Foto: Archiv Waldholz

Holz-und Produktqualität

Wie steht es um die Holzqualität der Kiefer?

Erik van Herwijnen:  Die mechanischen Parameter, wie Scherfestigkeit, Torsionsfestigkeit, Brinellhärte sind im Allgemeinen besser als bei der Fichte. Auch bei der Dauerhaftigkeit des Kernholzes übertrifft sie die Fichte.

Das Holz ist allerdings astig und harzreich, es greift sich ,,fett“ an, hat eine ausgeprägte Textur und einen gelblich-rötlichen Kern. Es dunkelt stark nach. Die Kiefer verfügt über einen hellgelben Splint und einen aromatischen Geruch. Das Holz ist weich bis mittelhart.

Wo sehen Sie das größte Potenzial für Kiefernholz?

Erik van Herwijnen:  Der Anwendungsbereich für Kiefernholz ist umfassend. Er reicht von Bau- und Konstruktionsholz, Tischlerholz, Plattenwerkstoff (Spanplatte, MDF, OSB), Erd- und Feuchtbau (Kernholz, imprägniertes Splintholz) bis zum Fensterbau und hygienischen Anwendungen. Der Farbunterschied zwischen Splint- und Kernholz bietet gute Designmöglichkeiten. Die Äste verleihen ihr eine rustikale Note.

Einer Verwandten der Weißkiefer, der Zirbe, wird antibakterielle Wirkung be­stätigt. Trifft dies auch auf die Weißkiefer zu?

Erik van Herwijnen: Die Weißkiefer hat eine ausgezeichnete antibakterielle Wirkung, speziell das Kernholz. In einigen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass das Holz über beste antibakterielle Eigenschaften verfügt, allerdings gab es keine Vergleichstests mit der Zirbe.

mein wald mein holz: Der Kiefer auf die Sprünge helfen 10

Auch optisch ein Gewinn, das metallfreie Bett aus Kiefernholz. – Foto: Tischlerei Neulinger

mein wald mein holz: Der Kiefer auf die Sprünge helfen 11

Kiefernholz wird gerne auch im Innenausbau verwendet. – Fotos: Holzbau Zainzinger

mein wald mein holz: Der Kiefer auf die Sprünge helfen 12

Kiefernholz wird gerne auch im Innenausbau verwendet. – Fotos: Holzbau Zainzinger

Fehra-Projekt – was ist das?

Wer steht hinter dem Fehra-Projekt?

DI Susanne Formanek: „FEHRA“ nennt sich ein Kooperationsprojekt des ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich, das die beteiligten Gewerke entlang der Wertschöpfungskette „Kiefernholz“ mit Universitäten, Ausbildungsstätten und Forschungseinrichtungen vernetzt. Koordiniert wird das Qualifizierungsprojekt von Wood K plus (Kompetenzzentrum Holz GmbH). Im Mittelpunkt steht der Knowhow-Transfer zwischen den mehr als 20 Unternehmenspartnern einerseits und den Wissenschaftspartnern andererseits. Die Fördergeber sind die FFG (Forschungs Förderungs Gesellschaft) und das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Ziel ist es, die Unternehmen dabei zu unterstützen, mit der Kiefer effizient, effektvoll und innovativ zu arbeiten. Gemeinsam wird nach Zukunftsstrategien für eine nachhaltige Verwendung von Kiefernholz gesucht und Kooperationen quer durch alle Wertschöpfungsstufen werden aufgebaut.

Warum macht man dieses Projekt ge­rade mit der Kiefer?

DI Susanne Formanek:  Die Kiefer ist besonders als Zukunftsbaum im Zusammenhang mit dem Klimawandel sehr wichtig. Da sie aber nicht den besten Ruf hat, wollen wir ihr damit helfen, an Bedeutung zu gewinnen. Damit will man der Kiefer zu neuen Absatzmärkten verhelfen. Besonders für kieferholzverarbeitende Betriebe ist es eine Chance, neue Märkte zu finden, sich am Markt als Experten zu positionieren und so Wachstum für die kommenden Jahre zu sichern. Außerdem will der Cluster neue Unternehmen anderer Bereiche für die Branche gewinnen, wie zum Beispiel die Medizintechnik. Die Initiative entstand aus einem niederösterreichischen Unternehmensnetzwerk im Waldviertel und hat nun die Chance, so wie die Zirbeninitiative sich über das Land auszurollen. Diese Kooperation von Wirt­schaft und Wissenschaft soll den Entwicklergeist anzuspornen und das Innovations­potential der Partner heben.

Das Fehra-Projekt hat das Ziel, neue Anwendungsfelder für Kiefernholz zu finden. Welche Erfolge gibt es dabei?

DI Susanne Formanek: Mittlerweile hat sich schon einiges getan. Neue Designmöbel z.B. Betten, Fassaden, Wohnwagen aus Kiefernholz, Vollholzhäuser aus Kiefernholz, sind unter anderem Anwendungsbereiche, in denen Kiefernholz vermehrt oder erstmals eine Rolle spielt. In Einsatzgebieten, wo man hygienische bzw. antibakterielle Materialien benötigt, findet Kiefernholz zunehmend An­wender. Das gilt es weiter zu forcieren, da dies eine Stärke der Kiefer ist. Das Holz der Kiefer würde sich gut für Krankenhäuser eignen. Auch daran arbeiten wir noch.


Copyright Fotos – wie angegeben
Copyright Text – mein wald mein holz www.meinwaldmeinholz.com

Holz-Zentralblatt: Eine Lanze für die Kiefer 13

Das Holz-Zentralblatt berichtete in der Ausgabe 34 über das Kooperationsprojekt FEHRA. Es stellte dabei das Thema „Holz und Bakterien“ sowie das Unternehmen WW Wohnwagon und die Tischlerei Neulinger näher vor.


holzzentralblatt_2016-sept-kiefer

Eine Lanze für die Kiefer
Kooperationsprojekt „Fehra*“ zeigt Anwendungsgebiete auf

ba. Die heimische Kiefer ist eine wichtige Wirtschaftsbaumart in Österreich. Das Holz weist gewisse Besonderheiten auf, die es richtig einzusetzen gilt. Im vom Bau-Energie-Umweltcluster Niederösterreich begleiteten Kooperationsprojekt „Fehra“ wurden wissenschaftliche Institute und eine Fülle von Unternehmen aufgefordert, Zukunftsstrategien für eine nachhaltige Verwendung von Kiefernholz zu entwickeln. Bei der Veranstaltung „Kiefernholzverwendung – welches Potenzial eröffnet sich für die Wirtschaft?“ Ende April wurden erste Ergebnisse präsentiert.

Zum Verständnis: „Fehra“ nennt sich das Kooperationsprojekt, das die beteiligten Gewerke entlang der Wertschöpfungskette „Kiefernholz“ mit Universitäten, Ausbildungsstätten und Forschungseinrichtungen vernetzt. Ziel ist es, die Unternehmen dabei zu unterstützen, mit der Kiefer innovativ zu arbeiten und neue kreative Anwendungsfelder zu erobern, um Kiefernholz zu neuen Absatzmärkten zu verhelfen.

Heikles Thema: Holz und Bakterien

Die Diskussion über Hygiene und Lebensmittel auf Holz gibt es schon seit längerer Zeit. Unter welchen Bedingungen Holzteller, Servierbretter oder Tischoberflächen aus Massivholz bakteriell bedenklich sind, behandelte Robert Stingl von der Universität für Bodenkultur in seinem Vortrag „Kiefernholz und Hygiene – antibakterielle Eigenschaften von Holz“. Die Quintessenz seiner Aussagen: Bakterien reagieren  unterschiedlich  auf  verschiedene Holzarten.

„Was glauben Sie, was passiert, wenn ein mit Kolibakterien kontaminierter Tropfen Wasser auf eine nicht behandelte, geschliffene Holzoberfläche fällt?“, so Stingl. „Dann wird dieser Tropfen binnen kürzester Zeit in die oberste Zellstruktur des Holzes eindringen und die Bakterien gleich mit“. Dort fühlen sich diese natürlich zu Anfang wohl, schließlich gibt es hier einen abgeschlossenen Raum und Feuchtigkeit. Dann macht allerdings das Holz diesen Lebewesen einen Strich durch die Rechnung: Holz hat nämlich die physikalische Eigenschaft, die Feuchtigkeit in der Holzsubstanz zu binden und somit den Bakterien zu entziehen. Innerhalb einer überschaubaren Zeit kommt es dann zu einer Reduktion der Bakterien.

Im Detail gibt es bei Versuchen mit verschiedenen Holzarten jedoch unterschiedliche Ergebnisse. Mittels der Abklatschmetode, einer Technik zur Bestimmung der Verunreinigung von Gegenständen im Bereich der Lebensmittel produzierenden Industrie, beispielsweise mit Bakterien oder Pilzen, kam man zu folgenden Resultaten: Zu Beginn des Versuchs wurde ein keimfreies Testmedium durch Kontakt mit dem Holz, welches mit einem Wassertropfen benetzt war, der 1 Mio. Keime enthielt, kontaminiert.

Zunächst wurden mehr als 400 kolonienbildende Bakterieneinheiten auf dem Testmedium festgestellt. Nach zwei Stunden kam es infolge des Wasserentzuges durch das Holz zu einer Verminderung der Bakterien. Damit zeigte sich auch auf dem Testmedium eine Abnahme der kolonienbildenden Keimeinheiten. Bei der Fichte ergab sich eine Abnahme auf 295 sichtbare, kolonienbildende  Keimeinheiten, bei Ahorn auf 305, bei Buche auf 325 und bei Pappel auf 300. Nach 24 Stunden kam es dann bereits zu einer noch deutlicheren Verminderung. Der Test beim Fichtenholz ergab 39, beim Ahorn 46, bei der Buche 68 und bei der Pappel 45 kolonienbildende Keimeinheiten. Kiefernholz bietet dank seiner antibakteriellen Inhaltsstoffe noch ein zusätzliches Hindernis für Bakterienwachstum, so Stingl abschließend.

wohnwagon

Sich einen Wohntraum im Grünen erfüllen Foto: WW Wohnwagon

Fahrt ins Grüne
mit Holz-Wohnwagon

„Wir haben für uns den Anspruch, dass der Wohnwagon irgendwann nur aus Materialien besteht, die entweder wiederverwendbar oder kompostierbar sind. Dazu kommt, dass wir möglichst natürliche Materialien aus der Region verwenden wollen“, so Theresa Steininger von der Firma WW Wohnwagon GmbH aus Wien in ihrem Beitrag über die Nutzung von Holz für das Produkt Wohnwagon ihres Unternehmens. Für die Promotion ihres Produktes benützt sie auch das Motto von Fehra, nämlich: Natur und Region, Mut und Pioniergeist sowie Klimaschutz und Gesundheit.

Der von ihrem Unternehmen gebaute Wohnwagon stehe ebenfalls für diese Werte. Steininger ist Geschäftsführerin und Mitbegründerin eines sehr jungen Unternehmens mit Produktionsstätte in Niederösterreich. Sie produziert Wohnwagons – jetzt auch aus Kiefer – unter dem Motto „mobiles autarkes Wohnheim“. Sie versucht, eine Brücke zu schlagen zwischen dem praktischen, traditionellem Handwerk und dessen Anwendungsmöglichkeiten in der Zukunft.

„Mit unserem Produkt wollten wir ein politisches und philosophisches Signal senden. Wo könnte die Zukunft des Wohnens hingehen? Wie könnte ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Leben im Einklang mit der Natur aussehen? Gleichzeitig sollte das Ganze auch Spaß machen. Der Wohnwagon sei daher ein Flaggschiff in der Produktion, mit dem man zeige, wie es eigentlich gehen könnte. Seine Kriterien: Schönes Design mit allem, was man in einer normalen Wohnung auch hat, wie Arbeitsplatz, Wohn- und Essbereich, schönes Badezimmer.

Ein weiteres Thema ist bei dieser Art von Wohnung die Autarkie. Hier habe man mit verschiedenen Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet, um den Wagon unabhängig von externen Anschlüssen zu machen. Daher hat der Wagon, angefangen von der Fotovoltaikanlage über ein eigenes Zentralheizungssystem bis zur Grünkläranlage, so ziemlich alles.

Bei den Rohstoffen wollte man von Anfang an keine Kompromisse eingehen. Es sollte regional gefertigt werden; es werden natürliche Materialien, möglichst aus der Region, verwendet. Daher kommt auch Holz entsprechend zum Einsatz. In diesem Zusammenhang arbeite man mit einem Zimmereibetrieb in Niederösterreich sehr gut zusammen. Schafwolle wird als Dämmung verwendet. Die Innenverschalung besteht aus einer Kombination aus Holz und Lehmputz.

kommode

Aus der „Steinkiefer“ kann man durchaus herzeigbare Designmöbel herstellen. Foto: Neulinger

Gut zu verkaufen: Möbel aus „Steinkiefer“

Hermann Neulinger von der gleichnamigen Tischlerei aus Rappottenstein, ebenfalls Niederösterreich, setzt bei seinen Produkten auf „Steinkiefer“. Dabei handelt es sich um Kiefern, die rund um seinen Betrieb unter kargen Bedingungen heranwachsen. Sie sind reich an Harzen und verbreiten auch nach der Verarbeitung einen angenehmen Duft. Er selbst schwört darauf, dass diese Produkte die Durchblutung fördern sowie Verkrampfungen lösen können und damit einen harmonisierten körpereigenen Energiefluss herstellen.

Die Kiefer, als „Waldviertler Ur-Baum“ bezeichnet, habe seit jeher einen großen Anteil an seiner Produktion. Sie sei schon immer sowohl für Möbel bzw. Innenraumgestaltung als auch für Bautischlereiarbeiten, Fenster und Haustüren usw. eingesetzt worden, da sie eine gute Dauerhaftigkeit aufweise. Ihre Verwendung habe nach einer gewissen Schwemme durch ein nordisches Möbelhaus etwas abgenommen; man habe sich einfach an ihr sattgesehen – schließlich war die nordische Astkiefer eine Zeit lang sehr modern.

Um den wirtschaftlichen Nutzen heute sehen zu können, muss man in seiner Firmengeschichte 18 Jahre zurückgehen. Die Firma war von seinem Vater stets auf Massivholzmöbel mit biologischer Oberflächenbehandlung ausgerichtet. Dies bedeutete geölte sowie gewachste Oberflächen. „Wir haben immer ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung von Schlafzimmern und insbesondere auch Betten gerichtet, in dem Bewusstsein, dass wir dem Benützer etwas Besonderes anbieten wollen“, so Neulinger.

Natürlich habe man dabei die „Steinkiefer“ verwendet. Bereits vor Jahren dazu bereits Schlaftests in Auftrag gegeben. Anhand von Gehirnstrom- und Akkupunkturmessungen wurde festgestellt, dass hier eine bessere Erholung stattfand und das Kiefernbett damit eine signifikant gesundheitsfördernde Wirkung zeigte. Später sei auch bekannt geworden, dass auch die Zirbe eine schlafberuhigende Wirkung habe. Dieser Umstand habe seinem Unternehmen Rückenwind gegeben.

Es wurde dann ein Vergleich der Wirkstoffe beider Holzarten veranlasst. Das Ergebnis war, dass dieselben Inhaltsstoffe in beiden Holzarten vorhanden sind, nur eben in unterschiedlichen Konzentrationen. Bei der Waldviertler „Steinkiefer“ zeigte sich jedoch eine besondere Konzentration an Inhaltsstoffen.

Auf Anfrage aus dem Publikum, wie es mit dem Preisunterschied zwischen Kiefern- und Fichtenmöbeln stehe, antwortete Neulinger: „Ein Preisunterschied ist fast nicht vorhanden“. Wesentlich dabei sei die Arbeitszeit, die Kosten verursacht.

 

Copyright Text: Holz-Zentralblatt
Copyright der Fotos: WW Wohnwagon und Tischlerei Neulinger

 

Tag des Waldes: 16.10. 14

tag-des-waldes-2015

Am 16.Oktober 2015 findet ab 19:00 Uhr in der Veranstaltungshalle Waldhausen der „Tag des Waldes“ statt. Heuer steht er ganz im Zeichen der Kiefer. Neben Vertretern der Wirtschaft, werden neue Forschungsprojekte vorgestellt, die erste Kiefernprinzessin gekrönt sowie die Zdimal-Preise vergeben.

Bei dieser Veranstaltung, die alle 2 Jahre stattfindet, wird das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Waldes in unserer Region gestärkt und neue Entwicklungen und Trends vorgestellt. Als Organisator treten neben Gerhard Blabensteiner (Firma Husquarna & Jonsered) auch Doris Maurer (GF Waldviertler Kernland) und Herbert Grulich (Leiter LAKO) auf.

Neben dem Klimawandel und den immer trockener werdenden Sommern wird vor allem die Kiefer als “Zukunftsbaum” für das Waldviertel gesehen. Mit diesem Thema beschäftigt sich u.a. auch das Forschungsprojekt “FEHRA”, welches beim Tag des Waldes vorgestellt wird.

An diesem Abend wird auch die erste Kiefernprinzessin gekrönt. Die Aufgabe der Kiefern-Prinzessin ist es, einerseits die Kiefer bei unterschiedlichen Veranstaltungen zu repräsentieren und andererseits die Begeisterung für diesen Baum weiter zu tragen.

Einen Einblick in die Holzindustrie und derzeitige Trends am Holzmarkt werden von Norbert Hüttler (Zentraleinkäufer Mitteleuropa Sora Enso) präsentiert. Neue Anwendungsgebiete und Verarbeitungsmöglichkeiten von Kiefernholz werden ebenfalls beleuchtet.

Programm:

  • Grußworte von Bürgermeister Christian Seper
  • Die Tanne – Baum des Jahres 2015 (DI Gerhard Blabensteiner)
  • Die Kiefer – Projekt „FEHRA“ (DI Susanne Formanek)
  • Vorstellung der Kiefern-Prinzessin-Kandidatinnen
  • Diskussionsrunde „Die Kiefer – die Zirbe des Waldviertels?“ mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Handel
  • Der Holzmarkt in Mitteleuropa (Ing. Norbert Hüttler)
  • Vergabe des Zdimal-Preises (für besondere Leistungen der forstwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung)
  • Krönung der 1.Kiefern-Prinzessin

Freitag 16.Oktober ab 19:00 Uhr
Mehrzweckhalle Waldhausen
3914 Waldhausen


Einen Nachbericht zum Tag des Waldes und Fotos finden Sie auf der Website vom Waldviertler Kernland:
Nachbericht „Tag des Waldes 2015“
Fotos „Tag des Waldes 2015“


 

 

Downloads

Portfolio Einträge