Tischlerei Neulinger, 3911 Roiten, Waldviertel – auf diesen Seiten finden Sie Presseartikel, Fernsehbeiträge und Radiosendungen zu Themen und Informationen aus unserer Tischlerei: neue Produkte unserer Möbeltischlerei, neue Leistungen unserer Bautischlerei, Infos über neue Sonderanfertigungen, neues Tischlerwissen und interessante Pflegehinweise, Terminhinweise zu Messen und Ausstellungen. Schauen Sie immer wieder vorbei, es gibt ständig was Neues.

 

 

Holz-Zentralblatt: Holzmöbel muss man riechen - oder etwas ändern 1

Das Holz-Zentralblatt berichtete in der Ausgabe 39 über die Tischlerei Neulinger und Fehra-Schlafen.

 

Holzmöbel muss man riechen - oder etwas ändern (Holz-Zentralblatt 39)


Holzmöbel muss
man riechen oder etwas ändern

Tischlerei Hermann Neulinger aus Roiten stellt Komponenten für komplettes eigenes Schlafsystem selbst her

ba. Der Titel ist eigentlich die ganze Geschichte, wenn es um ein besonderes Bett, nämlich das „Fehra-Bett geht. Genau um dieses dreht sich alles, bei der Tischlerei Neulinger im niederösterreichischen Waldviertel. Vorweg: ,,Fehra kommt von „Föhre, und diese ist bekanntlich die Kiefer, welche im Umfeld der Tischlerei auf kargem Granitboden wächst und auch duftet.

Die folgende Geschichte erzählt von einem Unternehmen, das sich mit vielen Überlegungen und Tüfteleien dem gesunden Schlafen verschrieben hat. Es geht aber auch um brandaktuelle Dinge, wie Tischlernachwuchs und letztlich Erfolg im Verkauf.

,,Fehra“ – und was steckt dahinter? Die Tischlerei Hermann Neulinger aus Roiten stellt ein eigenes Schlafsystem her, das sich „Fehra-Schlafen“ nennt. Dabei kommt der Firmenchef leicht ins Philosophieren. Die Überlegungen beim Schlafen sind die, dass jeder Mensch unterschiedlich sei, jeder einen anderen Körperbau habe. Daher sollte jedem das Bett in individueller Form angepasst werden, so Neulinger. Wichtig dabei sei das Lamellenelement. Genau dieses ermöglicht nämlich die exakte Anpassung an den Körper. Gerne greift Neulinger auf die Familienhistorie zurück. Bereits sein Vater habe in den 1980er-Jahren Massivholzmöbel mit biologischer Oberflächenbehandlung hergestellt. Das war jene Zeit, als Eiche und auch Mahagoni modern waren. Er hatte jedoch Möbel aus Fichtenholz im Auge, geölt und gewachst. Aus dieser Geisteshaltung stammend, habe sich dann das Bewusstsein herauskristallisiert, möglichst biologisch behandelte Möbel zu produzieren. Das waren Massivholzmöbel mit gewachsten und geölten Oberflächen. Großes Augenmerk legte Neulinger immer auf das Thema „Schlafen“. Aus diesem Interessenfeld heraus wurde 1998 ein Feng-Shui-Bett aus Kiefer entwickelt. Gerade diese Baumart, hier im Waldviertel der „Urbaum“ schlechthin, wachse auf ganz kargen Böden, das Holz sei engringig und rieche betont nach Harz, so der Firmenchef. In der Firma wurden mit den verschiedenen Betten auch Schlaftests durchgeführt, um festzustellen, ob sich Blockaden lösen, ob man entspannter wird. Es seien hier signifikante Werte herausgekommen, wird versichert. Die Probanden konnten sich innerhalb kurzer Zeit im Feng-Shui-Bett besser und schneller regenerieren als in herkömmlichen Betten. Im Jahr 2013 kam mit der Zirbenholz-Studie der Joanneum Research Forschungsgesellschaft Graz ein wahrer „Zirben-Boom“ auf die Tischler zu, und auch Neulinger sprang auf diesen Zug auf. Seit zwei Jahren habe man sich aufgrund der Tatsache, dass die Zirbe schon aus einer beachtlichen Distanz hergeholt werden musste, überlegt, Kiefernbetten zu erzeugen. In Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur in Wien kam so das Projekt „Fehra“ zustande. Schlussfolgerung von Neulinger: Alles was die Zirbe kann, könne die Kiefer auch, vielfach noch wesentlich besser, da Kiefernholz härter sei, länger halte und das Kernholz auch antibakteriell wirke. Die Marke „Fehra-Schlafen“ ist geschützt. Ein Bett kostet zwischen 6500 und 7000 Euro, mit Matratzen und Kissen.

Gute Mitarbeiter woher?

Mit den jungen Leuten, die sich bei seinem Betrieb meldeten, sei es oft schwierig und mit ausreichenden Facharbeiterkräften haben schließlich alle, ganz gleichgültig ob Handwerk oder andere Betriebe, ihre Schwierigkeiten. Früher hatte man vor allem auf dem Land immer gute Leute, weil diese bereits daheim mitgearbeitet hätten. „Gerade das vermisst man in der heutigen Zeit schon“, so Neulinger. Auf die Schwierigkeiten angesprochen, warum das Tischlergewerbe so wenig Nachwuchs erhält, fand Neulinger seine eigene Lösung: „Probleme gibt es nach wie vor. Ich gehe in die Schulen, halte dort Vorträge, natürlich über berufsbildende Gegenstände. Aus dem ganzen Bezirk kommen dann Schüler, um sich unseren Betrieb anzuschauen, Auch in der Volksschule sollte man den Schülern schon ein bisschen über den Tischlerberuf erzählen. Es kann nicht sein, dass wir zwar bekannt sind, aber keiner so wirklich weiß, was wir eigentlich machen“, so Neulinger. ,,Manche Eltern sehen beispielsweise gar nicht, dass wir hier ein innovativer Tischlerbetrieb mit 15 Mitarbeitern sind, und eine gute Ausbildung ist hier durchaus möglich“, so Neulinger zum Thema.

Herzeigbare Projekte

„Wie sehen Sie das Jahr 2019 für Ihre Branche, wie stehen die Chancen in Ihrer Einzugsregion Niederösterreich und Wien?“, so die Frage des „Holz-Zentralblattes“ an Tischler Neulinger am Schluss des Besuchs. Seine Antwort: ,,Aufgrund unserer spezifischen Situation, mit den eigenständig entwickelten Produkten, haben wir doch eine gute Auslastung“. Dazu zwei interessante Projekte: Mit der Technischen Universität Wien habe man gerade die Einrichtung einer Schulklasse entwickelt. In Rappottenstein gebe es eine Neue Mittelschule, die seit diesem Jahr den Schwerpunkt Holz und Wirtschaft beinhalte. Dort habe man das komplette „Fehra-Know-how“ eingebracht, und das natürlich mit viel Holz. Mit der Technischen Universität Wien werden dazu ergonomische Multifunktionsmöbel gestaltet. Vor allem gehe es darum, gesunde Klassenräume zu schaffen. Das zweite, schon fertige Projekt: Man habe im vorigen Jahr im Hotel „Sole-Felsen- Bad“ in Gmünd, Niederösterreich, zwölf „Fehra“-Zimmer mit den Schlafsystemen der Tischlerei Neulinger eingerichtet. Die Gäste seien begeistert.

Copyright Text: Holz-Zentralblatt
Copyright der Fotos: Holz-Zentralblatt
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Wacholder-Infotag in Roiten 2

Wacholder-Infotag in Roiten 3

 

BEWUSSTSEINSBILDUNG
Der „Wunderknabe“ Wacholder

ROITEN. Seit 23 Jahren wird jährlich am 31. März, am Tag des Waldes, der Baum des Jahres ausgezeichnet. Heuer ist dies der Wacholder, ein wahrer „Wunderknabe“, der leider vielfach in Vergessenheit geraten ist. Dem soll nun entgegengewirkt werden, dazu lud der Verein zur Förderung des Waldes zum Wacholder-Infotag nach Roiten.
Tips Zwettl/42.Woche 2017/von KATHARINA VOGL

Wildgerichte, kräftige Braten oder Eintöpfe kommen ohne ihn nicht aus. Fest verankert im kulinarischen Sektor ist er auch als Aromageber diverser Schnäpse, wie dem Gin, nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist vom allseits bekannten Wacholder. Doch wie schaut dieser aus, wo ist er noch beheimatet und vor allem wie kann man ihm wieder zu mehr Aufwind verhelfen? Das stand am 14. Oktober bei einer Infoveranstaltung im Fokus.

Während er früher beinahe auf jedem Feldrain beheimatet war, ist er heute nur mehr selten zu †finden, weiß der Ideengeber der Veranstaltung, Ewald Altenhofer vom Ökokreis. Mit dem Infotag soll der Baum des Jahres 2017 wieder vermehrt in das Bewusstsein der breiten Bevölkerung treten.

Wacholder gilt als ein Überlebenskünstler der besonderen Art, der mit nährstoffarmen, trockenen Standorten gut zurecht kommt, sehr langsam wächst, aber als wahrer Sonnenanbeter viel Licht benötigt, informiert Altenhofer. Die Beerenzapfen wurden bereits im Mittelalter als eine der wichtigsten Heil- und Arzneipflanzen wegen ihrer magenstärkenden, desinfizierenden und blutreinigenden Wirkung eingesetzt. „Er ist sympathisch, er kann alles und er ist ein Wunderknabe, der weltweit vorkommt, ob in Religion oder Kulinarik, ob in fester oder ˜flüssiger Form“, bringt es Hermine Hackl, Generalsekretärin der Kooperationsplattform Forst Holz Papier, auf den Punkt.

„Wacholder-Ideenbörse“
Im Rahmen der anschließenden Ideenbörse richtete man an Gilbert Schulmeister (Straßenmeisterei) den Vorschlag, sandige Böschungen oder Kreisverkehre mit Wacholder zu bepflanzen. Vorsicht sei hier allerdings bezüglich der möglichen Salzunverträglichkeit gegeben. Im Jagdsektor werde man sich bemühen, dass der Wacholder in die Wildökolandaktion aufgenommen wird, die die Förderung der Wiederanpflanzung von Hecken vorsieht. Auch an Schulen könne man etwa
mit fächerübergreifenden Projekttagen vermehrt Bewusstsein schaffen, meint Andrea Strohmayer, Direktorin der NMS Rappottenstein. Das wunderschön duftende Holz biete auch im Tischlerbereich vielfältige Möglichkeiten, ist Tischlermeister Hermann Neulinger überzeugt. So dürfte man in Zukunft noch einiges hören, vom „Wunderknaben“ Wacholder.

Kurier: Klimawandel führt Fichte auf Holzweg 4

Kurier: Klimawandel führt Fichte auf Holzweg 5
Quelle Text/Fotos: Kurier

Klimawandel führt Fichte auf Holzweg

Unterschätzte Kiefer gedeiht auf trockenen Böden und könnte die Rettung für die Zukunft sein.

Von Jürgen Zahrl

Das Erscheinungsbild des Waldes könnte sich aufgrund des unaufhaltsamen Klimawandels in den nächsten Jahrzehnten deutlich verändern: Lockerer Kieferbewuchs anstelle düsterer Fichtenwälder. Durch die zunehmende Trockenheit sind Fichten zum Sterben verurteilt.

Darauf müssen Grundbesitzer und Bauern vor allem im nö. Waldviertel schon bald reagieren, um keine finanziellen Verluste zu erleiden. Die unterschätzte Kiefer könnte – so wie schon jetzt die Zirbe in Westösterreich – die Rettung für die Ostregion sein, weil sie laut aktuellen Untersuchungen gut auf trockenen Böden gedeiht und hohe Festigkeit besitzt, um sie als Bau- und Konstruktionsholz oder für den Möbel-, Schiffs- und Waggonbau (wieder) stärker zu nutzen.

Zwei Jahre lang haben Wissenschaftler der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien gemeinsam mit Experten des Kompetenzzentrums „Holz GmbH“ und der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof bei Zwettl Informationen und Studien zusammengetragen. Deren Resümee: Die Kiefer – regional als Föhre oder „Fehra“ bekannt – kommt mit den Klimaveränderungen bestens zurecht und könnte als alternative Allrounderin anstelle der Fichte positioniert werden.

Derzeit liegt der Anteil der Kiefer am gesamten Waldbestand Österreichs bei 5,3 Prozent, was umgerechnet eine Fläche von ungefähr 145.000 Hektar bedeutet. Davon befindet sich zirka ein Drittel der Fläche alleine in Niederösterreich. Im Vergleich dazu beträgt der Fichten-Anteil aktuell rund 51 Prozent.

Umdenken

„Die Kiefer braucht im Gegensatz zur Fichte weniger Wasser. Daher ist sie eine Chance für die Zukunft“, betont Herbert Grulich von der Fachschule Edelhof. Ein Umdenken der Waldbesitzer sei wohl unumgänglich, weil die Fichten angesichts des drohenden Temperaturanstiegs von bis zu vier Grad Celsius in Österreich immer schlechtere Verhältnisse vorfinden werden.

War etwa das Waldviertel bisher als geeigneter Standort für Fichten bekannt, so könnte sich das Gebiet für diese Baumart ab 2050 als eher ungeeignet präsentieren, glauben Experten nach derzeitigem Wissensstand. Gründe dafür seien etwa niederschlagsärmere Sommer.

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In der Fachzeitschrift für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer (mein wald mein Holz) gab es in der Ausgabe 3/2016 einen Artikel über das FEHRA-Projekt.

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Scan der Doppelseite aus der Fachzeitschrift „mein wald mein Holz – 3/2016“

Fehra-Projekt:
Der Kiefer auf die Sprünge helfen!

Die Kiefer ist eine Pionierbaumart, deren Holz keinen besonders guten Ruf hat, aber die an Bedeutung gewinnen soll. Das Projekt „FEHRA“ hat sich zum Ziel gesetzt, neue Anwendungsfelder für Kiefernholz zu finden.

Von Wilhelm TRITSCHER

 

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Im Waldviertel spielt die Kiefer (Fehra) in der Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. – Foto: R.Stingl

Was die Kiefer so interessant macht und welche Anwendungsgebiete das sind, erläutern DI Susanne Formanek (ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich) und Dr. Erik van Herwijnen (Wood K plus, Kompetenzzentrum Holz) im Gespräch mit Wilhelm Tritscher.

„mein wald mein holz“: Die Kiefer wird oft als Pionierbaumart und als konkurrenzschwache Baumart bezeichnet. Wel­che Standorte liebt die Kiefer?

Erik van Herwijnen: Fast alle, aber die Kiefer wird leicht von anderen Baumarten verdrängt. Sie wächst daher dort gut, wo andere Bäume es schwer haben. Ihr Lichtbedarf ist schon in der Jugend hoch, daher rührt ihre Konkurrenzschwäche. Gefragt ist die Kiefer als Holzart neben Fichte und Lärche sowie als Baumart nach Kahlschlä­gen, auf Freiflächen oder auf Katastrophenflächen wie z.B. Waldbrandflächen. Daher ihr Ruf als Pionierbaumart.

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Rinde und Nadeln der Kiefer. – Foto: Archiv Waldholz

Kiefer und Klimawandel

Wie kommt die Kiefer mit dem Klima­wandel zurecht?

Erik van Herwijnen: Sehr gut, die Kiefer ist ein Tiefwurzler und „schwitzt“ weniger als andere Nadelbäume. Sie ist daher gegen Trockenperioden und Windwurf besser gewappnet.

Ist die Kiefer im Zeitalter des Klimawan­dels eine Alternative zur Fichte?

Erik van Herwijnen: Ja! Die Fichte ist ein Flachwurzler und schwitzt mehr. Die Kie­fer hat besondere Anpassungsmechanismen gegenüber durch Fröste, Trockenheit und Waldbrand hervorgerufene Schädigungen entwickelt.

Unter welchen Voraussetzungen wür­den Sie Waldbesitzern raten, Kiefern zu pflanzen, unter welchen eher nicht?

Erik van  Herwijnen: Wenn die Kiefer in der Naturverjüngung auftritt, sollte man sie fördern und auch weiter anpflanzen! Wenn allerdings die Fichte in der Naturverjüngung dominiert, ist es besser bei der Fichte zu bleiben. Die jungen Kiefern würden so­wieso wieder von naturverjüngenden Fichten verdrängt werden. Bei reinen Kiefernbeständen können die unvollkommen zersetzten Nadeln den Waldboden versauern. In Mischwäldern z.B. mit Eichen oder Buchen ist das kein Problem.

Welche Schädlinge bedrohen die Kiefer?

Erik van Herwijnen: Vorwiegend sind es Schadpilze, z.B. Spaehropsis sapinea, der u.a. das Kieferntriebsterben verursachen kann. Aber auch Nadelfraß verursachende Schädlinge wie z.B. Kiefernspanner, -spinner und -schwärmer können der Kiefer zu­setzen, ebenso wie der Kiefernrindenblasenrost. Er kann insbesondere bei älte­ren Kiefern zum Absterben des Wipfels führen. Ebenfalls durch Pilze hervorgerufen wird die s.g. „Bläue‘,‘ die aber in der Regel erst nach der Fällung auftritt, für die die Kiefer (ebenfalls durch Spaehropsis sapinea verursacht) aber besonders anfällig ist. Die Pilze schädigen das Holz aber NICHT mechanisch, die Blaufärbung stellt aber dennoch eine Wertminderung dar.

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Im Wettstreit mit anderen Baumarten unterliegt die Fehra (Föhre) meist – ganz besonders auf guten Standorten. – Foto: Archiv Waldholz

Holz-und Produktqualität

Wie steht es um die Holzqualität der Kiefer?

Erik van Herwijnen:  Die mechanischen Parameter, wie Scherfestigkeit, Torsionsfestigkeit, Brinellhärte sind im Allgemeinen besser als bei der Fichte. Auch bei der Dauerhaftigkeit des Kernholzes übertrifft sie die Fichte.

Das Holz ist allerdings astig und harzreich, es greift sich ,,fett“ an, hat eine ausgeprägte Textur und einen gelblich-rötlichen Kern. Es dunkelt stark nach. Die Kiefer verfügt über einen hellgelben Splint und einen aromatischen Geruch. Das Holz ist weich bis mittelhart.

Wo sehen Sie das größte Potenzial für Kiefernholz?

Erik van Herwijnen:  Der Anwendungsbereich für Kiefernholz ist umfassend. Er reicht von Bau- und Konstruktionsholz, Tischlerholz, Plattenwerkstoff (Spanplatte, MDF, OSB), Erd- und Feuchtbau (Kernholz, imprägniertes Splintholz) bis zum Fensterbau und hygienischen Anwendungen. Der Farbunterschied zwischen Splint- und Kernholz bietet gute Designmöglichkeiten. Die Äste verleihen ihr eine rustikale Note.

Einer Verwandten der Weißkiefer, der Zirbe, wird antibakterielle Wirkung be­stätigt. Trifft dies auch auf die Weißkiefer zu?

Erik van Herwijnen: Die Weißkiefer hat eine ausgezeichnete antibakterielle Wirkung, speziell das Kernholz. In einigen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass das Holz über beste antibakterielle Eigenschaften verfügt, allerdings gab es keine Vergleichstests mit der Zirbe.

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Auch optisch ein Gewinn, das metallfreie Bett aus Kiefernholz. – Foto: Tischlerei Neulinger

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Kiefernholz wird gerne auch im Innenausbau verwendet. – Fotos: Holzbau Zainzinger

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Kiefernholz wird gerne auch im Innenausbau verwendet. – Fotos: Holzbau Zainzinger

Fehra-Projekt – was ist das?

Wer steht hinter dem Fehra-Projekt?

DI Susanne Formanek: „FEHRA“ nennt sich ein Kooperationsprojekt des ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich, das die beteiligten Gewerke entlang der Wertschöpfungskette „Kiefernholz“ mit Universitäten, Ausbildungsstätten und Forschungseinrichtungen vernetzt. Koordiniert wird das Qualifizierungsprojekt von Wood K plus (Kompetenzzentrum Holz GmbH). Im Mittelpunkt steht der Knowhow-Transfer zwischen den mehr als 20 Unternehmenspartnern einerseits und den Wissenschaftspartnern andererseits. Die Fördergeber sind die FFG (Forschungs Förderungs Gesellschaft) und das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Ziel ist es, die Unternehmen dabei zu unterstützen, mit der Kiefer effizient, effektvoll und innovativ zu arbeiten. Gemeinsam wird nach Zukunftsstrategien für eine nachhaltige Verwendung von Kiefernholz gesucht und Kooperationen quer durch alle Wertschöpfungsstufen werden aufgebaut.

Warum macht man dieses Projekt ge­rade mit der Kiefer?

DI Susanne Formanek:  Die Kiefer ist besonders als Zukunftsbaum im Zusammenhang mit dem Klimawandel sehr wichtig. Da sie aber nicht den besten Ruf hat, wollen wir ihr damit helfen, an Bedeutung zu gewinnen. Damit will man der Kiefer zu neuen Absatzmärkten verhelfen. Besonders für kieferholzverarbeitende Betriebe ist es eine Chance, neue Märkte zu finden, sich am Markt als Experten zu positionieren und so Wachstum für die kommenden Jahre zu sichern. Außerdem will der Cluster neue Unternehmen anderer Bereiche für die Branche gewinnen, wie zum Beispiel die Medizintechnik. Die Initiative entstand aus einem niederösterreichischen Unternehmensnetzwerk im Waldviertel und hat nun die Chance, so wie die Zirbeninitiative sich über das Land auszurollen. Diese Kooperation von Wirt­schaft und Wissenschaft soll den Entwicklergeist anzuspornen und das Innovations­potential der Partner heben.

Das Fehra-Projekt hat das Ziel, neue Anwendungsfelder für Kiefernholz zu finden. Welche Erfolge gibt es dabei?

DI Susanne Formanek: Mittlerweile hat sich schon einiges getan. Neue Designmöbel z.B. Betten, Fassaden, Wohnwagen aus Kiefernholz, Vollholzhäuser aus Kiefernholz, sind unter anderem Anwendungsbereiche, in denen Kiefernholz vermehrt oder erstmals eine Rolle spielt. In Einsatzgebieten, wo man hygienische bzw. antibakterielle Materialien benötigt, findet Kiefernholz zunehmend An­wender. Das gilt es weiter zu forcieren, da dies eine Stärke der Kiefer ist. Das Holz der Kiefer würde sich gut für Krankenhäuser eignen. Auch daran arbeiten wir noch.


Copyright Fotos – wie angegeben
Copyright Text – mein wald mein holz www.meinwaldmeinholz.com

Bauer sucht Frau-Magazin: Wasserkaraffe 14

In der aktuellen Ausgabe vom „Bauer sucht Frau“-Magazin sind wir mit unseren Wasser- und Weinkaraffen vertreten.

Hier können Sie die Karaffen kaufen: https://www.neulinger.at/onlineshop/besonderes/

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Holz-Zentralblatt: Eine Lanze für die Kiefer 15

Das Holz-Zentralblatt berichtete in der Ausgabe 34 über das Kooperationsprojekt FEHRA. Es stellte dabei das Thema „Holz und Bakterien“ sowie das Unternehmen WW Wohnwagon und die Tischlerei Neulinger näher vor.


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Eine Lanze für die Kiefer
Kooperationsprojekt „Fehra*“ zeigt Anwendungsgebiete auf

ba. Die heimische Kiefer ist eine wichtige Wirtschaftsbaumart in Österreich. Das Holz weist gewisse Besonderheiten auf, die es richtig einzusetzen gilt. Im vom Bau-Energie-Umweltcluster Niederösterreich begleiteten Kooperationsprojekt „Fehra“ wurden wissenschaftliche Institute und eine Fülle von Unternehmen aufgefordert, Zukunftsstrategien für eine nachhaltige Verwendung von Kiefernholz zu entwickeln. Bei der Veranstaltung „Kiefernholzverwendung – welches Potenzial eröffnet sich für die Wirtschaft?“ Ende April wurden erste Ergebnisse präsentiert.

Zum Verständnis: „Fehra“ nennt sich das Kooperationsprojekt, das die beteiligten Gewerke entlang der Wertschöpfungskette „Kiefernholz“ mit Universitäten, Ausbildungsstätten und Forschungseinrichtungen vernetzt. Ziel ist es, die Unternehmen dabei zu unterstützen, mit der Kiefer innovativ zu arbeiten und neue kreative Anwendungsfelder zu erobern, um Kiefernholz zu neuen Absatzmärkten zu verhelfen.

Heikles Thema: Holz und Bakterien

Die Diskussion über Hygiene und Lebensmittel auf Holz gibt es schon seit längerer Zeit. Unter welchen Bedingungen Holzteller, Servierbretter oder Tischoberflächen aus Massivholz bakteriell bedenklich sind, behandelte Robert Stingl von der Universität für Bodenkultur in seinem Vortrag „Kiefernholz und Hygiene – antibakterielle Eigenschaften von Holz“. Die Quintessenz seiner Aussagen: Bakterien reagieren  unterschiedlich  auf  verschiedene Holzarten.

„Was glauben Sie, was passiert, wenn ein mit Kolibakterien kontaminierter Tropfen Wasser auf eine nicht behandelte, geschliffene Holzoberfläche fällt?“, so Stingl. „Dann wird dieser Tropfen binnen kürzester Zeit in die oberste Zellstruktur des Holzes eindringen und die Bakterien gleich mit“. Dort fühlen sich diese natürlich zu Anfang wohl, schließlich gibt es hier einen abgeschlossenen Raum und Feuchtigkeit. Dann macht allerdings das Holz diesen Lebewesen einen Strich durch die Rechnung: Holz hat nämlich die physikalische Eigenschaft, die Feuchtigkeit in der Holzsubstanz zu binden und somit den Bakterien zu entziehen. Innerhalb einer überschaubaren Zeit kommt es dann zu einer Reduktion der Bakterien.

Im Detail gibt es bei Versuchen mit verschiedenen Holzarten jedoch unterschiedliche Ergebnisse. Mittels der Abklatschmetode, einer Technik zur Bestimmung der Verunreinigung von Gegenständen im Bereich der Lebensmittel produzierenden Industrie, beispielsweise mit Bakterien oder Pilzen, kam man zu folgenden Resultaten: Zu Beginn des Versuchs wurde ein keimfreies Testmedium durch Kontakt mit dem Holz, welches mit einem Wassertropfen benetzt war, der 1 Mio. Keime enthielt, kontaminiert.

Zunächst wurden mehr als 400 kolonienbildende Bakterieneinheiten auf dem Testmedium festgestellt. Nach zwei Stunden kam es infolge des Wasserentzuges durch das Holz zu einer Verminderung der Bakterien. Damit zeigte sich auch auf dem Testmedium eine Abnahme der kolonienbildenden Keimeinheiten. Bei der Fichte ergab sich eine Abnahme auf 295 sichtbare, kolonienbildende  Keimeinheiten, bei Ahorn auf 305, bei Buche auf 325 und bei Pappel auf 300. Nach 24 Stunden kam es dann bereits zu einer noch deutlicheren Verminderung. Der Test beim Fichtenholz ergab 39, beim Ahorn 46, bei der Buche 68 und bei der Pappel 45 kolonienbildende Keimeinheiten. Kiefernholz bietet dank seiner antibakteriellen Inhaltsstoffe noch ein zusätzliches Hindernis für Bakterienwachstum, so Stingl abschließend.

wohnwagon

Sich einen Wohntraum im Grünen erfüllen Foto: WW Wohnwagon

Fahrt ins Grüne
mit Holz-Wohnwagon

„Wir haben für uns den Anspruch, dass der Wohnwagon irgendwann nur aus Materialien besteht, die entweder wiederverwendbar oder kompostierbar sind. Dazu kommt, dass wir möglichst natürliche Materialien aus der Region verwenden wollen“, so Theresa Steininger von der Firma WW Wohnwagon GmbH aus Wien in ihrem Beitrag über die Nutzung von Holz für das Produkt Wohnwagon ihres Unternehmens. Für die Promotion ihres Produktes benützt sie auch das Motto von Fehra, nämlich: Natur und Region, Mut und Pioniergeist sowie Klimaschutz und Gesundheit.

Der von ihrem Unternehmen gebaute Wohnwagon stehe ebenfalls für diese Werte. Steininger ist Geschäftsführerin und Mitbegründerin eines sehr jungen Unternehmens mit Produktionsstätte in Niederösterreich. Sie produziert Wohnwagons – jetzt auch aus Kiefer – unter dem Motto „mobiles autarkes Wohnheim“. Sie versucht, eine Brücke zu schlagen zwischen dem praktischen, traditionellem Handwerk und dessen Anwendungsmöglichkeiten in der Zukunft.

„Mit unserem Produkt wollten wir ein politisches und philosophisches Signal senden. Wo könnte die Zukunft des Wohnens hingehen? Wie könnte ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Leben im Einklang mit der Natur aussehen? Gleichzeitig sollte das Ganze auch Spaß machen. Der Wohnwagon sei daher ein Flaggschiff in der Produktion, mit dem man zeige, wie es eigentlich gehen könnte. Seine Kriterien: Schönes Design mit allem, was man in einer normalen Wohnung auch hat, wie Arbeitsplatz, Wohn- und Essbereich, schönes Badezimmer.

Ein weiteres Thema ist bei dieser Art von Wohnung die Autarkie. Hier habe man mit verschiedenen Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet, um den Wagon unabhängig von externen Anschlüssen zu machen. Daher hat der Wagon, angefangen von der Fotovoltaikanlage über ein eigenes Zentralheizungssystem bis zur Grünkläranlage, so ziemlich alles.

Bei den Rohstoffen wollte man von Anfang an keine Kompromisse eingehen. Es sollte regional gefertigt werden; es werden natürliche Materialien, möglichst aus der Region, verwendet. Daher kommt auch Holz entsprechend zum Einsatz. In diesem Zusammenhang arbeite man mit einem Zimmereibetrieb in Niederösterreich sehr gut zusammen. Schafwolle wird als Dämmung verwendet. Die Innenverschalung besteht aus einer Kombination aus Holz und Lehmputz.

kommode

Aus der „Steinkiefer“ kann man durchaus herzeigbare Designmöbel herstellen. Foto: Neulinger

Gut zu verkaufen: Möbel aus „Steinkiefer“

Hermann Neulinger von der gleichnamigen Tischlerei aus Rappottenstein, ebenfalls Niederösterreich, setzt bei seinen Produkten auf „Steinkiefer“. Dabei handelt es sich um Kiefern, die rund um seinen Betrieb unter kargen Bedingungen heranwachsen. Sie sind reich an Harzen und verbreiten auch nach der Verarbeitung einen angenehmen Duft. Er selbst schwört darauf, dass diese Produkte die Durchblutung fördern sowie Verkrampfungen lösen können und damit einen harmonisierten körpereigenen Energiefluss herstellen.

Die Kiefer, als „Waldviertler Ur-Baum“ bezeichnet, habe seit jeher einen großen Anteil an seiner Produktion. Sie sei schon immer sowohl für Möbel bzw. Innenraumgestaltung als auch für Bautischlereiarbeiten, Fenster und Haustüren usw. eingesetzt worden, da sie eine gute Dauerhaftigkeit aufweise. Ihre Verwendung habe nach einer gewissen Schwemme durch ein nordisches Möbelhaus etwas abgenommen; man habe sich einfach an ihr sattgesehen – schließlich war die nordische Astkiefer eine Zeit lang sehr modern.

Um den wirtschaftlichen Nutzen heute sehen zu können, muss man in seiner Firmengeschichte 18 Jahre zurückgehen. Die Firma war von seinem Vater stets auf Massivholzmöbel mit biologischer Oberflächenbehandlung ausgerichtet. Dies bedeutete geölte sowie gewachste Oberflächen. „Wir haben immer ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung von Schlafzimmern und insbesondere auch Betten gerichtet, in dem Bewusstsein, dass wir dem Benützer etwas Besonderes anbieten wollen“, so Neulinger.

Natürlich habe man dabei die „Steinkiefer“ verwendet. Bereits vor Jahren dazu bereits Schlaftests in Auftrag gegeben. Anhand von Gehirnstrom- und Akkupunkturmessungen wurde festgestellt, dass hier eine bessere Erholung stattfand und das Kiefernbett damit eine signifikant gesundheitsfördernde Wirkung zeigte. Später sei auch bekannt geworden, dass auch die Zirbe eine schlafberuhigende Wirkung habe. Dieser Umstand habe seinem Unternehmen Rückenwind gegeben.

Es wurde dann ein Vergleich der Wirkstoffe beider Holzarten veranlasst. Das Ergebnis war, dass dieselben Inhaltsstoffe in beiden Holzarten vorhanden sind, nur eben in unterschiedlichen Konzentrationen. Bei der Waldviertler „Steinkiefer“ zeigte sich jedoch eine besondere Konzentration an Inhaltsstoffen.

Auf Anfrage aus dem Publikum, wie es mit dem Preisunterschied zwischen Kiefern- und Fichtenmöbeln stehe, antwortete Neulinger: „Ein Preisunterschied ist fast nicht vorhanden“. Wesentlich dabei sei die Arbeitszeit, die Kosten verursacht.

 

Copyright Text: Holz-Zentralblatt
Copyright der Fotos: WW Wohnwagon und Tischlerei Neulinger

 

Bezirksblätter Zwettl: Umweltzeichen für Tischlerei Neulinger 16

Die Bezirksblätter Zwettl berichteten am 22.Juli über die Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens.

Hier können Sie den kompletten Artikel über die Verleihung auf der Website der Bezirksblätter Zwettl nachlesen:
http://www.meinbezirk.at/zwettl/wirtschaft/umweltzeichen-fuer-tischlerei-neulinger-d1809711.html/action/recommend/1/


Umweltzeichen für Tischlerei Neulinger

Sektionschef DI Christian Holzer (BMLFUW) überreicht GF Hermann Neulinger und Ing. Claudia Neulinger das Österreichische Umweltzeichen.

Sektionschef DI Christian Holzer (BMLFUW) überreicht GF Hermann Neulinger und Ing. Claudia Neulinger das Österreichische Umweltzeichen.

ROITEN. Am 13. Juli 2016 erhielt die Tischlerei Neulinger von Christian Holzer in Vertretung von Bundesminister Andrä Rupprechter für die Produktlinie, im Besonderen für die Schlafzimmermöbel, das Österreichische Umweltzeichen verliehen.
Die Tischlerei Neulinger ist stolz darauf, denn es zeigt, dass ihr eine umweltfreundliche und nachhaltige Produktion von schadstoffarmen Möbeln, die die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern, wichtig ist.
Umweltzeichen-Produkte für den Innenbereich garantieren keine oder nur geringfügige Schadstoffbelastung und sind damit ein wichtiger Beitrag für gesundes Wohnen und Arbeiten. Dazu gehört bei Möbeln die streng kontrollierte Minimierung von Formaldehyd im Holz und ebenso krankmachenden flüchtige organischen Verbindungen (VOC) in Lacken und Beschichtungen. Das verwendete Holz stammt überwiegend aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Kunststoffe werden nur in funktionellen Teilen oder als Beschichtungen von Arbeitsplätzen verwendet.
Möbel sollen eine Investition fürs Leben sein – das Österreichische Umweltzeichen garantiert ihnen ein möglichst langes.

Viertelsveranstaltung in Roiten 17

Niederösterreichisches Erfolgsformat
INFO-EVENT Sie haben bereits Tradition, sind immer gut besucht und ziehen jedes Jahr neue Besucherkreise an: Die Rede ist von den Viertelsveranstaltungen in Niederösterreich.

Die beiden letzten Stationen der Viertelsveranstaltungen gaben wie der interessante Einblicke in die Arbeitsweise der Betriebe. So manch einer der Unternehmer plauderte frei heraus aus dem Nähkästchen, sodass sich die Teilnehmer wertvolle Inputs für ihren eigenen Betrieb holen konnten. Die Spitze der Landesinnung präsentierte einmal mehr die brennenden Themen der Branche. Besonders die Präsentation zu Stolpersteinen im Kollektivvertrag und die GIB-Richtlinien stießen …

Bezirksblätter Zwettl: Tag des Waldes 2015 18

Die Bezirksblätter Zwettl berichteten in der Ausgabe 44 vom 28./29.Oktober 2015 über den „Tag des Waldes“ in Waldhausen.

 

Tag des Waldes in Waldhausen
Eine volle Halle, interessante Vorträge, eine großartige Bühne und die erste Kiefernprinzessin.

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Foto: Waldviertler Kernland

WALDHAUSEN. Kiefernduft empfing die Besucher schon beim Eintreten, denn die Bühne war mit zwei prächtigen Kieferwipfeln und hunderten Setzlingen dekoriert. Wunderschöne Sitzmöbel und ein Schaubett der Tischlerei Neulinger sorgten für ein heimeliges Ambiente.
Der Verein zur Förderung des Waldes konnte den sehr zahlreich erschienenen Gästen Top-Referenten aus den verschiedensten Bereichen bieten. So brachte Gerhard Blabensteiner jun. interessante Fakten über den Baum des Jahres, die Tanne, sowie über den Klimawandel und seine Folgen. Susanne Formanek (ecoplus) stellte das Projekt „FEHRA“ vor und gab spannende Ausblicke über die Produktentwicklungen, die mit Kiefernholz möglich wären.
Eine mitreißende Präsentation der Kiefer und ihrer Vorteile kam von Erik van Herwijnen von der BOKU Tulln, der durch Studien belegte, dass Kiefernholz dank seiner speziellen Inhaltsstoffe hygienischer und bakterienresistenter ist als Kunststoff oder sogar OP-Fliesen.

Kiefer – Zirbe des Waldviertels?
Viele interessante und teils neue Gesichtspunkte kamen in der Diskussionsrunde zur Sprache, an der Franz Fischer (Waldverband NÖ), Franz Schrimpl (proHolz NÖ), Hermine Hackl (Generalsekretärin Forst-Holz-Papier), Anton Besenbäck (Holzland) und Hermann Neulinger (Unternehmer) teilnahmen.

Kiefernprinzessin gewählt
Norbert Hüttler (Stora Enso) gab eine fundierte Übersicht über den Holzmarkt in Mitteleuropa, und speziell in Österreich, mit Einblicken in den weltweiten Handel und seine Tücken. Nach der Vergabe der Zdimal-Preise durch Herbert Grulich und Johann Sandler an Personen, die Herausragendes zum Thema Forst und Waldwirtschaft leisten, folgte ein weiterer Höhepunkt – die Krönung der Kiefernprinzessin.

Gewählt wurde die 27-jährige Bianca Zainzinger aus Großpertenschlag, welche die Jury mit ihrer Ausbildung zur Forstfacharbeiterin, ihrer Liebe zur Natur und ihrer Begeisterung für die vielseitige Kiefer überzeugen konnte.

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NÖN-Artikel: Erfolgreiches "Come Back" 19

Erfolgreiches „Come Back“

On tour | Das Arbeitsmarktservice ist wieder unterwegs zu den Betrieben. Es gilt, die gute Zu­sammenarbeit mit den Unternehmen auch für ältere Arbeitslose zu nutzen.

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Hermann Neulinger (l.}, der Martin Becker (2.v.l.) eine neue Chance gab – zur Freude von AMS-Geschäftsstellenleiter Kurt Steinbauer (sitzend) und AMS-Unternehmensberater Harald Resch. Foto: Lassmann-Maser

BEZIRK – ZWETTL | Das Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ nutzt die ersten Vorboten eines besseren Wirtschaftswachstums und setzt auf eine Stellenakquisiti­ons- und Vermittlungsoffensive.

Das Stellenangebot entwi­ckelt sich wieder positiv, und es werden wieder mehr Arbeits­kräfte gesucht“, erklärt Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinhauer. Das AMS nutzt diesen Trend und setzt auf die intensive Koopera­tion mit den Unternehmen. Die Führungskräfte und Berater des AMS Zwettl aus dem Bereich Service für Unternehmen werden heuer bei rund 160 Betrieben im Bezirk unterwegs sein, um freie Stellen zu akquirieren, und die partnerschaftliche Zu­sammenarbeit zu stärken.

„Die Förderung ist ein Anreiz für den Unter­nehmer, jemanden eine Chance zu geben. Profilieren muss sich derjenige dann selber.“
AMS-Chef Kurt Steinbauer

„Wir haben uns heuer zum Ziel gesetzt, rund 1.100 freie Stellen und Lehrstellen zu besetzen. Dabei legen wir den Fokus auch auf die Vermittlung von Arbeitsuchenden im Alter ab 45. Um diese Vorhaben umzusetzen, ist eine persönliche, vertrauensvolle Gesprächsbasis besonders wichtig“, so Steinbauer.

Die Betriebsbesuchsoffensive steht heuer im Zeichen der part­nerschaftlichen Zusammenarbeit. Ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreich diese Zusam­menarbeit funktionieren kann, ist die Wiedereingliederung eines älteren Arbeitnehmers im Betrieb von Hermann Neulinger in Roiten.

Mit der „Come Back“-Förderung gewährt das Arbeitsmarktservice Arbeitgebern einen Zuschuss zu den Lohnkosten, wenn diese beim AMS vorge­merkte Arbeitsuchende, die langzeitarbeitslos sind oder Gefahr laufen, dies zu werden, in ein Dienstverhältnis aufneh­men. „Höhe und Dauer der Lohnkostenförderung werden zwischen AMS-Beratern und Un­ternehmen vereinbart. Mit derartigen Eingliederungsbeihilfen und einer Reihe weiterer Förderungsinitiativen gelingt es dem AMS, die Beschäftigungschancen ‚älterer‘ Arbeitsloser ab 45 Jahre zu steigern“, erklärt Stein­bauer.

Martin Becker aus Singenreith bei Kottes, der zur 5O-Plus-Generation zählt, ist nach längerer Arbeitsuche aufgrund einer Initiativbewerbung bei der Tischlerei Neulinger in Roiten und mit Hilfe des AMS – der Jobwiedereinstieg gelungen. Er ist gelernter Kellner, hat dann in anderen Berufen gearbeitet und ist jetzt erstmals in einer Tischlerei tätig.

„Die Eigeninitiative von Herrn Becker hat mir gefallen. Er ist einfach zu uns in die Fir­ma gekommen und hat nachgefragt, ob wir für ihn eine Be­schäftigungsmöglichkeit hätten. Zur Unterstützung hat das AMS Zwettl dann eine ,Come Back’­ Förderung angeboten, und so habe ich mich entschlossen, Herrn Becker als Tischlerhelfer einzustellen“, erzählt Firmenchef Hermann Neulinger. Be­cker ist seit Ende Dezember 2013 im Betrieb tätig- und alle Seiten sind zufrieden. Eine weitere Verlängerung des Dienstverhältnisses wurde durch den Firmenchef bereits in Aussicht gestellt.

Eine win-win-Situation für alle Beteiligten

Die Förderung des AMS sei eine Art „Eintrittsschein“, so Kurt Steinhauer, „ein Anreiz für den Unternehmer, jemanden eine Chance zu geben. Profilieren muss sich derjenige dann selber.“ Martin Becker tut das. Er ist voll motiviert, hat sich nicht nur gut in den Arbeitsprozess, sondern auch in das Team eingefügt. Für alle Beteiligten ist die Einstellung Beckers eine win-win-Situation – für Her­mann Neulinger, der schon län­ger jemanden für die Nebenar­beiten gesucht hat, um die Lehrlinge zu entlasten, um die Qualität der Ausbildung zu erhöhen, ebenso wie für Martin Becker, der wieder in das Berufsleben integriert ist, genauso wie für das AMS. „Ich bin sehr froh, dass ich wieder einen fixen Arbeitsplatz habe“, so Martin Be­cker. „Und ich rate meinen Leidensgenossen: Nicht aufgeben!“

Hermann Neulinger hat gemeinsam mit Gattin Claudia den elterlichen Betrieb in Roiten 2009 übernommen. Derzeit hat er 15 Mitarbeiter. Erledigt werden im Unternehmen sämtliche Tischlerarbeiten, der Schwerpunkt freilich liegt im Bereich „guter Schlaf“. So hat sich die Tischlerei Neulinger mit ihren metallfreien Zirbenholzbetten und dem Ladina Multiflex-Schlafsystem – sogar die Lattenroste und Matratzen werden in Roiten direkt herge­stellt – einen hervorragenden Ruf weit über die Bezirksgren­zen hinaus erworben.

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Bezirksblätter Zwettl: Holzmobilisierung - der Kiefer soll geholfen werden 20

Die Bezirksblätter Zwettl berichteten am 20.Jänner über eine Initiative von Edelhof für eine bessere Wahrnehmung der Weißkiefer.

Hier können Sie den kompletten Artikel über die Initiative auf der Website der Bezirksblätter Zwettl nachlesen:
http://www.meinbezirk.at/zwettl-niederoesterreich/kultur/holzmobilisierung-der-waldviertler-kiefer-soll-geholfen-werden-d815944.html

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Holzmobilisierung – der Kiefer soll geholfen werden

EDELHOF. Was für die Zirbe österreichweit und international gelungen ist, soll auch für die heimische Weißkiefer gelingen: mehr Verwendung im Hausbau und Wohnbereich, Anregungen zu innovativen Produkten, bessere Vermarktungschancen und bessere Holzpreise für die Waldbesitzer. Die Idee kommt von einer Waldviertler Holzpionierfamilie, der Tischlerei Neulinger aus Roiten bei Rappottenstein. Für die Ausbildung in der Land- und Forstwirtschaft ist die Weißkiefer schon lange ein Thema – ist diese ja auch bekannt als „Brotbaum der Sandböden“. Und das nicht erst seit dem Feststellen der Klimaveränderungen mit Niederschlagsdefiziten und anderen Begleiterscheinungen.

 

 

Wirtschaftskammer NÖ: Nachlese "Firmenbesuch Frau in der Wirtschaft" 21

Die Zeitung der Wirtschaftskammer Niederösterreichs (Niederösterreichische Wirtschaft), berichtete in der Ausgabe 14 (4.4.2014) vom Besuch von „Frau in der Wirtschaft“ in der Tischlerei Neulinger.

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Bezirk Zwettl:
FiW-Exkursion nach Roiten und Rappattenstein

Anne Blauensteiner, Bezirksver­treterin von Frau in der Wirtschaft (FiW) Zwettl, arrangierte gemeinsam mit Claudia Neulinger und Martina Ottendorfer ein Treffen mit Betriebsbesuchen und Kurz­vorträgen.

Viele Frauen folgten der Einla­dung und nutzten die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Themen zu besprechen.

Erste Station war die Tischlerei Hermann Neulinger GmbH von Hermann und Claudia Neulinger in Roiten. Betriebsinhaber Hermann Neulinger präsentierte die speziellen Entwicklungen des Unternehmens, das metallfreie Zirbenholzbett und das Ladina Multiflex-Schlafsystem, ein Ma­tratzensystem, das im eigenen Betrieb gefertigt wird. Claudia Neulinger gab Grundinformatio­nen über ihr Spezialgebiet „Wir­kungsweise und Anwendungs­gebiete des Impulsströmens“ an die interessierten Zuhörerinnen weiter.
www.neulinger.at

Danach ging es weiter nach Rappottenstein zu Martina Ot­tendorfer. Sie führt seit 2003 eine Praxis für holistische Kinesiolo­gie. In zahlreichen Weiterbildun­gen eignete sie sich Wissen und Fähigkeiten für die Bereiche Er­kenntnis-Training, Stoffwechsel­analyse, Kinesiologie für Mensch und Tier sowie Hypoxi-Training an. Martina Ottendorfer erklärte den Besucherinnen auf sehr an­schauliche Weise ihre vielfältige Angebotspalette, und es bestand auch die Möglichkeit, die Hypoxi­ Trainingsgeräte zu testen.
www.kinesiologie-ottendorfer.at

Der gemütliche Ausklang des Abends fand im „Rowenstoa­nahof“ der Familie Schöller in Rappottenstein statt. Bei dieser Gelegenheit wurde die Gastwirtin Maria Schöller in der Runde von Frau in der Wirtschaft willkom­men geheißen.

 

 

Wirtschaftskammer NÖ: Firmenbesuch von "Frau in der Wirtschaft" 22

FIW – Frau in der Wirtschaft organisierte am 20.März 2014 einen Firmenbesuch in unserer Tischlerei. Zahlreiche Unternehmerinnen aus dem Bezirk Zwettl folgten dieser Einladung um sich bei uns zum Thema „Gesund Schlafen“ und „Impulsströmen“ – begleitet durch kurze Vorträge – zu informieren.

Tischlerei Neulinger Logo

Wir freuen uns über die Fotos von Gabriele Moser in der Kronen Zeitung vom 14.Februar 2012.

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